Marcella und Silke Down Under

Unser Auslandssemester an der ANU Canberra

Hockey Sonntag, 2 März 2008

Gespeichert unter: Blogroll — Marcella @ 11:25:37

Heute bin ich ganz früh zu einem Hockeytraining der ANU gefahren. Sie haben ein großes Hockeycenter im benachbarten Lyneham. So muss ich von O’Connor, wo wir wohnen, nur etwa 15Minuten mit dem Fahrrad fahren. Bei dem Training heute, haben sich die Trainer die Fähigkeiten eines jeden Spielers angesehen, um zu entscheiden, wie gut man ist und wo man hingehört. Hier spielt man nämlich nicht in Ligen, sondern nach dem Fähigkeitsgrad. Dieser geht von 7 schlecht bis 1 sehr gut. Und zu unserem Verein kann ich da nur sagen, die haben in jedem Grad ca. 40 Leute, ist das nicht super, man kann also am Ende immer ein Spielchen machen. Das ist doch mal Luxus, oder. Versuche also für euch auch fit zu bleiben, damit ich im Sommer wieder voll einsteigen kann. Wie hört sich das an? Naja, auf alle Fälle hat es gut getan ein bisschen Sport zu machen, da wir sonst nur dick werden, hier gibt es nämlich zu gute Sachen, die alle probiert werden müssen. Morgen ist Sonntag und wir werden den Tag genießen.

 

Orientierungstag + Grillen Sonntag, 2 März 2008

Gespeichert unter: Blogroll — Marcella @ 11:22:52

Freitags hatten wir dann einen Orientierungstag an der Faculty of Art, unserem Fachbereich an der ANU. Dort sind alle künstlerischen Studiengänge verteten. Neben dem Gold- und Silberschmieden gibt es, Malen, Keramik, Glas, Mode, Fotomedia…Es ist also sehr viel größer als in Idar, aber unser Fachbereich dürfte genauso groß sein. Wir sind ca. 20Leute in dem Workshop und es ist ähnlich familiär wir bei uns an der FH. Wir sind gut aufgehoben. Unsere Themen sind Colours, Neckwear und Taepott. Aus diesen dreien müssen wir uns zwei aussuchen und dürfen noch ein freies eigenes Thema wählen. Gestern haben wir alle zusammen bei Johannes Kuhnen, dem Professor des Schmuckbereichs gegrillt. Das hat uns natürlich auch ein bissel an unsere Grillsessions in Idar, mit dem super Grillmeister Werner, erinnert. Aber an unsere guten Würstchen kommt keiner ran. Genauso vermissen wir gutes deutsches Brot, denn die haben hier nur Toastbrotvertreter. Alles lässt sich auf die Hälfte zusammendrücken, auf Dauer grauenvoll.BBQ bei Johannesbild0830-medium.jpgbild0827-medium.jpgbild0819-medium.jpg

 

Einschreiben an der ANU Sonntag, 2 März 2008

Gespeichert unter: Uncategorized — Marcella @ 11:20:54

Dann gab es auch noch ein paar Probleme beim Einschreiben, denn wir durften das Visa nicht haben, welches wir gemacht haben. Wir hatten das Working Holiday Visum, mit dem man arbeiten darf und bis zu 18 Wochen studieren. Nachdem wir auch im Vorfeld mit 3 verschiedenen Leuten an der ANU gesprochen haben, ob wir das Visum beantragen können, und dass sie uns bitte noch eine Bestätigung darüber geben, dass wir weniger als 18 Wochen studieren, haben wir natürlich das Visum abgeschlossen. Hier an der ANU gilt allerdings nur ein Studentenvisum. Daher mussten wir erst noch einmal in einer Behörde, das neue Visum beantragen, was uns dann noch einmal Geld gekostet hat. Das einzig positive war, dass alles ohne Problem geklappt hat und wir keine medizinische Untersuchung oder gar einen Englischtest machen mussten. Welch Glück, dass wir aus Deutschland sind, kann man da nur sagen, andere ausländische Studenten haben da mehr Pech gehabt. Am nächsten Tag konnten wir uns dann schließlich einschreiben, was bei mir einwandfrei, bei Silke leider nicht so reibungslos. Bei ihr hatten sie das Geburtsdatum falsch, daher musste sie am nächsten Tag noch einmal hin, aber dann hat auch bei ihr alles geklappt. Nun sind wir richtige ANU-Studenten mit Karte und allem was dazugehört. Samstag haben wir dann eine Bustour durch Canberra gemacht. Es wurden 5 Buse gemietet, die bis auf den letzten Platz besetzt waren und noch viele in den Gaengen stehen mussten. Wir waren auf dem Mount Ainslie, haben uns das Parliament House angesehen und von dort wie auch vom Mount Ainslie hat man einen guten Blick ueber ganz Canberra.bild0728-medium.jpgbild0736-medium.jpgbild0744-medium.jpgbild0743-medium.jpgbild0739-medium.jpg

 

Wohnung Sonntag, 2 März 2008

Gespeichert unter: Blogroll — Marcella @ 11:07:30

Wir haben schon lange nichts mehr von uns hören lassen, das liegt daran, dass wir sehr beschäftigt waren. Nach unserer in Ankunft in Canberra sind wir erst noch einmal bei Ambers Familie unterkommen und haben schließlich nach 2 Tagen die gute Nachricht bekommen, dass wir unsere Wohnung am 14.2. beziehen können. An diesem Tag hatten wir auch unseren Orientierungstag an der Australian National University, kurz ANU. Dort waren dann alle Austauschstudenten bzw. ausländischen Studenten vertreten, die nur für ein Semester oder die ganze Studienzeit an der ANU bleiben wollen. Es gab unterschiedlichste Infovorlesungen und Infostände, wo Silke und ich alles abgegrast haben, was wir als lohnenswert empfunden haben. So gab es auch viele nützliche sowie unwichtige Blätter, Mappen und Werbematerialien. Und auch dort wurden wir von den Asiatischen Studenten überrannt und mein neues Lieblingswort ist busy, busy, busy. Es hört sich doch auch ein bissel wie summen an, denn die schwirren wie die Bienen um einen herum. Wir sind schließlich mit 2 vollen Tüten nach Hause um direkt wieder in die Stadt zu fahren, da wir für das wichtigste Möbelstück in unserer neuen Wohnung, den Kühlschrank, noch einkaufen mussten. Daraus wurde allerdings ein Großeinkauf, denn neben Essen und Trinken, haben wir noch Kissen, Putzmittel, Milbenschutz… gekauft. Zum Glück hat uns Izzy, Ambers jüngere Schwester mit dem Auto abgeholt. Wieder bei Amber angekommen, haben wir schnell unsere Sachen gepackt und sind mit allem in unsere Wohnung gezogen. Dort angekommen, waren wir voller Erwartungen, da wir die Wohnung noch nicht zuvor gesehen haben. Anfangs haben wir uns erst einmal gefreut, dass wir etwas zum Wohnen haben, aber die Freude schlug schnell um. Die Wohnung war das reinste Dreckloch. Sie hat einen großen Wohn- und Küchenbereich, zwei Schlafzimmer, eine Waschküche mit Waschmaschine und unserem Waschbecken sowie Spiegel das Waschbeckenund einer separate Dusche mit Toilette. Soweit die Zimmerverteilung und nun der Schock. In der Küche haben wir Essensreste gefunden, und der Herd war voller Fett und eingebranntemDie Rueckseite vom Herd. Anfangs dachte ich erst das der Lack abgeplatzt war und deswegen alles schwarz ist, aber es war alles voller Dreck. In den Schubladen sind Krümmel und tote bzw. später auch noch lebendige Tiere -> Kakalaken! In den ganzen Zimmern sind riesige Risse, da überall Wasserschäden sind. In der Toilette und Silkes Schlafzimmer ist Schimmel, der immer noch nicht von dem Verwalter entfernt wurde. Silke hat eine SchiebtürSilke’s Tuer, die sich direkt in die Waschküche bzw. unser gedachtes Bad öffnet. Kurz und gut es ist eine Bruchbude. Das einzige was positiv ist, wir sind nicht so weit von der Uni entfernt und können mit dem Fahrrad fahren und wir haben ein Stück Wiese nach hinten raus, auf der ich gerade liege, den Bericht schreibe und mich Sonne, seid ihr neidisch? ;)
Naja, daher waren wir die nächsten 1,5Wochen mit Putzen und Reparieren beschäftigt. Den Schimmel haben wir mit Schimmelmittel zum größten Teil entfernen können. Ihr hättet uns sehen müssen. Mit Mütze, Fliegennetz, dass uns beim Abkehren der Wände nicht das ganze Ungeziefer auf den Kopf fällt und Mundschutz, wegen den netten giftigen Reinigungsmitteln, haben wir der Bruchbude den Kampf angesagt.Schimmelkiller-Marci Kampf dem DreckJetzt können wir auch sagen, dass die Wohnung sauber ist. Wir haben einfach einen anderen Standard in Deutschland. Um dahin zu kommen, sind wir das letzte Wochenende auch in einen Baumarkt und haben unsere Zimmer sicher gemacht. So haben wir uns Türlippen gekauft und die am Ende befestigt, damit nichts durch den Spalt in unser Zimmer kriechen kann und haben den Türrahmen mit Dichtungsgummi beklebt. Meine Tür ist jetzt so dicht, dass sie Vacuum zieht, sehr gut. Für die ganzen Teppiche haben wir uns Teppichspray gekauft, der alle Bakterien tötet. Eine andere nette Geschichte, ist die, dass man versucht hat, bei uns an der Hintertür einzubrechen. Als wir die Tür geöffnet haben, konnten wir sie nicht mehr schließen, da der Schnapper nicht mehr einschnappen konnte, weil das Metall verbogen war. Unser Hausverwalter, hat uns allerdings erklärt, dass durch den Regen am Vortag, das Holz gearbeitet hat und deswegen auch das Metall vom Schließmechanismus verbogen ist. Jaja, der will uns wohl für blöd verkaufen, und das, obwohl man noch die Spuren eines Schraubenzieher sehen kann. An diesem Tag, hat er uns auch noch netterweise unterschrieben, dass wir für keine Schäden, die bereits vorhanden sind aufkommen werde, man weiß ja nicht, nachher wären das bestimmt die beiden deutschen Mädels gewesen. Da er scheinbar auch nichts gegen die Wasserrisse machen möchte, haben wir uns entschlossen, dass selbst in die Hand zu nehmen und uns in dem Baumarkt auch noch Silikon gekauft. Alle Löcher und Risse sind in meinem Zimmer abgedichtet und es kann nichts mehr reinkommen. Mein Pech war nur, dass es 3 Tage tierisch gestunken hat und ich die erste Nacht wirklich mit einer Gasmaske geschlafen habe. Silke hat sich daher bis jetzt noch nicht entschieden, ob sie ein stinkiges Zimmer, oder ein abgedichtetes Zimmer haben möchte.